Vogelschutz und Windkraft

Der Bundesverband Windenergie e.V. nimmt zur „PROGRESS-Studie“ (Validierung von Methoden zur Bewertung von Vogelkollisionen, Grünkorn et al. 2016) wie folgt Stellung:“Der größte Teil von Kollisionen entfällt auf die häufigen und ungefährdeten Arten der Agrarlandschaft, die zum Teil sogar bejagt werden. Zudem hat sich gezeigt, dass die auf Zufallsfunden aufbauende zentrale Fundopferdatei der Vogelschutzwarte Brandenburg durch einen höheren Anteil auffälliger und damit leicht auffindbarer Arten zu falschen Schlussfolgerungen führt. Greifvögel dominieren bei den im Projekt ermittelten Kollisionen nicht.
• Deutlich wurde auch, dass in weitaus geringerem Maße als bislang angenommen mit einer Verschleppung möglicher Kadaver zu rechnen ist. Entsprechend gering ist der Hochrechnungsfaktor.
• Bei Gänsen und Kranichen wird das Ausweichverhalten um Windparks bestätigt. Auch die millionenfach, vornehmlich nachts ziehenden Singvögel sind nur sehr selten von Kollisionen mit WEA betroffen.
• Nachvollziehbar beschrieben wird die Frage möglicher negativer Auswirkungen auf das Populationsniveau durch Mortalitäten an Windenergieanlagen.
• Die Studie gibt ausdrücklich Entwarnung für den größten Teil der planungsrelevanten Vogelarten und arbeitet heraus, dass pauschale Abstandsradien in ihrer Wirksamkeit beschränkt sind, weil die Flugaktivitäten sich unterschiedlich verteilen und sich im Jahresverlauf und über die Jahre verändern. Kollisionen sind dem situativen Verhalten der Vögel im Umfeld der WEA geschuldet und korrelieren nicht mit Landschafts- und Anlagenparametern. Vorhandene Prognosemodelle wie das BAND-Modell sind nicht geeignet, Kollisionsraten anhand des Flugverhaltens der Vögel vorherzusagen.
• Die näheren Betrachtungen zum Rotmilan und zum Seeadler kommen zu der Einschätzung, dass die bisherige Planungspraxis fortgeführt werden kann.
• Weiterer Untersuchungsbedarf wird für den Mäusebussard gesehen. Es scheint bestandswirksame Auswirkungen zu geben. Allerdings liegt keine akute Bestandsgefährdung vor, da die Art insgesamt einen großen Bestand aufweist. In Deutschland gibt es mindestens 100.000 Brutpaare.
• Die Untersuchungen des Projektes mit Schwerpunkt auf der Norddeutschen Tiefebene sind allerdings bundes weit nicht übertragbar. Die Ursachen bzw. der Einfluss der Windenergie auf regionale Bestandsrückgänge müssen näher untersucht werden. Bis zur abschließenden Erkenntnis wird empfohlen, mit der Errichtung von Windkraftanlagen verbundene Ausgleichsmaßnahmen so vorzunehmen, dass der Bestand des Mäusebussards gestützt wird.

Der größte Teil von Kollisionen entfällt auf die häufigen und ungefährdeten Arten der Agrarlandschaft, die zum Teil sogar bejagt werden. Zudem hat sich gezeigt, dass die auf Zufallsfunden aufbauende zentrale Fundopferdatei der Vogelschutzwarte Brandenburg durch einen höheren Anteil auffälliger und damit leicht auffindbarer Arten zu falschen Schlussfolgerungen führt. Greifvögel dominieren bei den im Projekt ermittelten Kollisionen nicht.
• Deutlich wurde auch, dass in weitaus geringerem Maße als bislang angenommen mit einer Verschleppung möglicher Kadaver zu rechnen ist. Entsprechend gering ist der Hochrechnungsfaktor.
• Bei Gänsen und Kranichen wird das Ausweichverhalten um Windparks bestätigt. Auch die millionenfach, vornehmlich nachts ziehenden Singvögel sind nur sehr selten von Kollisionen mit WEA betroffen.
• Nachvollziehbar beschrieben wird die Frage möglicher negativer Auswirkungen auf das Populationsniveau durch Mortalitäten an Windenergieanlagen.
• Die Studie gibt ausdrücklich Entwarnung für den größten Teil der planungsrelevanten Vogelarten und arbeitet heraus, dass pauschale Abstandsradien in ihrer Wirksamkeit beschränkt sind, weil die Flugaktivitäten sich unterschiedlich verteilen und sich im Jahresverlauf und über die Jahre verändern. Kollisionen sind dem situativen Verhalten der Vögel im Umfeld der WEA geschuldet und korrelieren nicht mit Landschafts- und Anlagenparametern. Vorhandene Prognosemodelle wie das BAND-Modell sind nicht geeignet, Kollisionsraten anhand des Flugverhaltens der Vögel vorherzusagen.
• Die näheren Betrachtungen zum Rotmilan und zum Seeadler kommen zu der Einschätzung, dass die bisherige Planungspraxis fortgeführt werden kann.
• Weiterer Untersuchungsbedarf wird für den Mäusebussard gesehen. Es scheint bestandswirksame Auswirkungen zu geben. Allerdings liegt keine akute Bestandsgefährdung vor, da die Art insgesamt einen großen Bestand aufweist. In Deutschland gibt es mindestens 100.000 Brutpaare.
• Die Untersuchungen des Projektes mit Schwerpunkt auf der Norddeutschen Tiefebene sind allerdings bundesweit nicht übertragbar. Die Ursachen bzw. der Einfluss der Windenergie auf regionale Bestandsrückgänge müssen näher untersucht werden. Bis zur abschließenden Erkenntnis wird empfohlen, mit der Errichtung von Windkraftanlagen verbundene Ausgleichsmaßnahmen so vorzunehmen, dass der Bestand des Mäusebussards gestützt wird. „

Link zur Progress-Studie: https://www.fachagentur-windenergie.de/fileadmin/files/Veroeffentlichungen/FA_Wind_Ergebnispapier_PROGRESS_03-2017.pdf